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Carry me! No – Curry Mee (Curry Laksa)

Ein kleines Wortspiel, welches ich mir als Kind immer erlaubt habe. Beides waren gute Optionen und ich war mit beidem eigentlich ruhig zu stellen.

Meine Mutter ist aus Malaysia mit indischen Wurzeln. Das brachte uns natürlich jedes zweite Jahr und wenn möglich öfter in den Ferien nach Malaysia. Es war nie ein Problem für mich zum Frühstück ein scharfes, leckeres Nasi Lemak zu essen. Und Chicken Rice stand auch auf der Liste mit meinen liebsten Speisen. Und das ist bis zum heutigen Tag so.

Was ich aber immer gerne hatte war leckeres Curry Mee, oder Curry Nudeln zu Deutsch, auch bekannt als Laksa. Eine leicht- bis mittelscharfe Kokosmilch-Curry-Suppe mit Crevetten, Hühnchen, Fishballs, Tofu, Sojasprossen,… eigentlich war immer alles mögliche drin. Nur war ich als Kind nicht besonders experimentierfreudig, wobei es schon etwas besser geworden ist. Das heisst, dass allfällige Köpfe und Beine von Crevetten mich doch eher abschreckten. Aber das war meiner Mutter bewusst und sie wusste schon was sie mir vorsetzen konnte.

In erwachsenen Jahren bekam ich mein heiss geliebtes Curry Mee nur noch wenn ich in Südostasien unterwegs war. Die Alternative war noch mich bei meinen Eltern zum Besuch anzumelden und mir Laksa zu wünschen. Inzwischen gibt es aber noch ein, zwei malaysische Restaurants, bei denen man doch recht gut essen kann und die auch ein akzeptables Laksa servieren.

Vor ein paar Wochen fragte ich mich, wie schwer es wohl sein könnte Laksa selber zu machen. Petra machte mich gleich darauf aufmerksam, dass in Gordon Ramsay’s Great Escape Southeast Asia, welches sie mir mal schenkte, ein Rezept drin sei. Kurz überflogen, war mein nächstes Projekt auch schon festgelegt.

Die Zutaten zu bekommen ist inzwischen mit den diversen Asia Shops nicht so schwer. Ich habe das Glück, dass ich 4 solcher Läden bequem innert 15 Minuten mit dem Bus erreichen kann.

Ich benutze meist nicht ganz genau die Angaben des Rezepts, hier ist meine persönliche Auflistung. Für das genaue Rezept müsst ihr wohl das Buch von Gordon Ramsay kaufen, was ich aber absolut empfehlen kann.

Curry Laksa

Paste:
8 Schalotten grob gehackt (oder gemischt mit roten Zwiebeln, was grad da ist)
2.5 cm Ingwer geschält und gehackt
2 Stengel Zitronengras
3-4 Knoblauchzehen
2 cm Kurkumawurzel
2-4 EL Sambal Chili Paste (ich habe eine pürierte, halbtrockene Chilipaste gefunden)
1 TL Crevettenpaste

Suppe:
500 g Crevetten (roh, möglichst grosse, einfach grosszügig für 4 Personen rechnen)
Kokosöl
5-10 Fishballs
1 l Brühe (gemäss Rezept Fisch, ich habe Hühnerbrühe genommen)
500 ml Kokosmilch
1 Limette (gepresster Saft)
1 TL Fischsauce
dicke Eiernudeln (Menge nach Belieben, im Asia Shop „Mee“)

Garnituren:
2 Hühnerbrüste
Hühnerbrühe (in einem kleinen Topf, damit die Hühnerbrüste Platz haben)
3-4 Kaffir-Limetten-Blätter
4 Scheiben Galgant, geschält
1 Beutel Sojasprossen
1 Limette

Im Prinzip ist es wirklich enorm einfach. Die Pastenzutaten werden alle grob gehackt, dann mit Zugabe von etwas Wasser in einem Mixer zu einer toll riechenden Currypaste verarbeitet. Auf dem Bild ist der Moment zu sehen als ich zu spät merkte, dass ich die Kurkumastücke mit Handschuhen anfassen sollte, die rötlich-gelbe Färbung an den Fingern ist ziemlich hartnäckig.

Curry Laksa

Curry Laksa

In einen grossen Topf kommen dann zwei bis drei Esslöffel Kokosfett rein und sobald es heiss ist wird die selbstgemachte Currypaste darin gebraten bis es noch besser zu riechen beginnt und eine schöne braune Farbe hervorkommt. Das ist der Moment den Liter Fisch-, Hühner- oder Gemüsebrühe dazuzugeben. Das köchelt dann 10-12 Minuten leicht vor sich hin um den Geschmack so richtig zu entfalten und zu verteilen.

Jetzt fügt man die Kokosmilch, den Limettensaft und die Fischsauce hinzu, rührt das Ganze gut und kocht es weitere 5-10 Minuten. Zum Schluss kommen die Crevetten rein die 3-4 Minuten in der heissen Suppe perfekt garen. Ich werfe jeweils noch ein paar Fishballs, also Fischkugeln, in die Suppe und lasse diese mitkochen. Ist auch tiefgekühlt im Asia Shop erhältlich. (Auf dem letzten Bild auf dem Teller am oberen Tellerrand zu sehen)

An dieser Stelle könnte man noch Tofustücke hinzugeben, die einfach richtig warm werden müssen. Es gibt in Asia Shops diese Tofu Puffs, kleine Würfel die aussen leicht wie angebraten aussehen, und innen luftig wie ein Schwamm sind. Man gibt hier nicht einfach gewürfelte Tofustücke rein.

Nebenbei muss man noch die Hühnerbrüstchen pochieren. Ich schneide sie in Streifen, was das Anrichten zum Schluss etwas vereinfacht. Ideal sind auch Hühner-Innenfilets. In die Hühnerbrühe (unter Garnituren erwähnt) kommen einfach noch die Kaffir-Limetten-Blätter rein, aufkochen und die Hühnerstücke drin lassen bis sie pefekt gegart sind.

Natürlich dürfen die Nudeln nicht vergessen werden, die sollten einfach gemäss der Verpackung gekocht werden.

Curry Laksa

Dann gehts ans Zusammenstellen. In einem Suppenteller, idealer in einer Suppenschüssel, eine Portion Nudeln hineingeben und eine kleine handvoll Sojasprossen, danach die Suppe grosszügig darübergeben. Hühnerstreifen, Crevetten und sonstige Beilagen kommen zum Schluss darauf. Gordon Ramsay gibt noch Minzeblätter drauf, was ich weglasse, weil ich das nicht so kenne und auch den Geschmack nicht wirklich in der toll riechenden Suppe wollte.

Jedenfalls ist das Rezept wirklich toll, auch wenn ich (wie so oft) meinen Geschmack darauf anwende und dementsprechend anpasse. Das fertige Laksa war so lecker, dass es inzwischen einen festen Platz in unserer Rezepte-Shortlist hat. In diesem Sinne:

Selamat Makan!

Curry Laksa

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